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Budo-Kampfkunst-Center > Einblicke Artikel > Kampfrichterlehrgang 06.2011

02.06.2011 - Kampfrichter-Lehrgang-Furth i. Wald

Karate
Kampfrichter-Team zu Besuch beim Further Drachen

Lehrreiche zusammenschweißende (wortwörtlich!) Tage beim Kampfrichter– Lehrgang 2011 mit Klaus (James) Sterba.
Viele erfahrene Kampfrichter und ein Neuling folgten der Einladung von James in die Drachenstadt Furth i. Wald. Zum Lehrgangs-Ausrichter war diesmal Horst Donhauser beauftragt worden, welcher in Furth i. W. ein eigenes Karate - Dojo betreibt.

Am Donnerstag (Vatertag) den 2. Juni war es soweit, großer Anreisetag, Zimmer beziehen im Hotel Fellner, dann Abmarsch zum ca.18 Minuten entfernt liegenden Karate - Dojo in Wutzmühle 3, pünktlich um 18 Uhr Beginn des ersten Trainings. Für manche nach der langen Anreise eine echte Wohltat.

James verlangte einiges an Kondition ab, glänze aber vor allem durch seine lehreichen Erläuterungen und Vergleiche in Theorie und Praxis. Was sehr gut ankam war das gemeinsame, interaktive beurteilen der einzelnen Techniken in der traditionellen Ausführung und in der Wettkampfform. Anschließend genoss man ein bis zwei Saunagänge um sich dann kurz vor 21 Uhr das angerichtete Abendessen schmecken zu lassen. Ca. 22:30 Uhr machte man sich wieder auf den Rückweg zum Hotel. Hier wurde, wer James kennt immer wieder gefachsimpelt.

Freitag war Teamtag. Wie beim letzten Lehrgang am Ammersee, legte James größten Wert auf das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Zusammenwachsen der Gruppe. Frühmorgens um 7 Uhr auf nüchternen Magen, eineinhalb Stunden Training, mit Schwerpunkt Beinarbeit, Stände und Drehungen. Man glaubt gar nicht, wie gut ein Frühstück nach dem Training schmecken kann. Gut gestärkt ging es nach Blaibach, wo die bestellten Kanus schon auf uns warteten. Nach kurzer Einweisung durch den Betreiber stürzten wir uns ins Abendteuer. Der Regen, so heißt der Fluss, hat nämlich durchaus seine Tücken. Nach anfänglichem etwas im Kreis paddeln, hatten wir den Dreh raus und los ging es Richtung Ziel Chamerau. Bei markanten Punkten warteten die Ersten auf den Rest der Gruppe. Tolga und James konnten es sich nicht verkneifen, bei einem Stopp einen Flussfelsen zu erklimmen und auf diesem das Thema Standfestigkeit zu demonstrieren, indem beide Yokogeris zum Besten gaben. Gestärkt mit gutem Mittagessen (Schweinshaxen) ging es zurück nach Furth i. W., zwei Stunden Pause, (gut das die CZ so nahe ist). Nächste Trainingseinheit um 19:30 Thema Kumite, gezielt das zurückziehen der Hikete - Hand, Beobachtungsschulung bzgl. Punktewertung. Bei 24 Grad Dojo - Raumwärme und 60 % Luftfeuchtigkeit, weiß ich nicht wer mehr rotierte, der Ventilator oder die Karatekas. Soviel steht fest, beide hatten ordentlich zu kämpfen. Ein weiterer Höhepunkt des Lehrgangs war die Verabschiedung von Dieter Lippert, ehemals Bundeskampfrichter und Bezirks - Kampfrichterreferent von Schwaben, im Kreise seiner Kollegen. Klaus Sterba fand die richtigen Worte und BKB - Präsident Wolfgang Weigert ließ es sich nicht nehmen, dazu extra anzureisen und die Ehrung auch für den BKB vorzunehmen.

Beim späterem, gemütlichem Zusammensitzen ergaben sich Diskussionen über Bewertung, Ausnahmen, verschieden Stile usw.. James erwies sich, wieder einmal mehr, als wandelndes Lexikon.

Samstag 4. Juni stand als praktische Schulung ein Kampfrichtereinsatz auf dem Programm. Horst war im Rahmen des Landkreis - Festivals Ausrichter dieser Meisterschaft. Seine beiden Dojos Cham und Furth traten gegen zwei andere Vereine an. Auch hier hatte James wieder hervorragende Ideen. Zu jedem“ jungen Kampfrichter“ stellte er einen erfahren Hasen dahinter. Diese unterstützten mit Anregungen und Beobachtungen ihre jungen Kollegen. Bei 104 Starts waren wir zeitig mit den Katas durch und vor dem Kumite hatte Horst für seine Kampfrichter und Zuschauer eine Vorführung als Überraschung eingeplant. Seine jüngsten Karatekas 4-6 Jahre, zeigten einen Ausschnitt von Kungfu Pandabär auf ihre Art. Nach der Meisterschaft zogen sich James und Co zurück in den Further „Japanischen Garten“. Dort analysierten sie nochmals den Wettkampftag. Wenn man schon in der Drachenstadt Furth i. Wald ist, darf natürlich der Besuch des Hightech-Drachen nicht fehlen, auch dies konnte Horst für die Kampfrichter organisieren. Das war für alle ein besonderes Schmankerl, jeder war tief beeindruckt von diesem Riesenvieh. Manche entschlossen sich spontan im August wieder zu kommen, wenn es beim Volksspiel heißt:“ Der Drache, der Drache kommt!“ Wer jetzt geglaubt hat, nach diesem Tagesprogramm wäre Schluss, der kennt den James nicht! 18 Uhr Karatetraining, so stand es auf dem Plan! Zwei Stunden Katas, Schwerpunkt Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen und Standfestigkeit.

Um 21 Uhr endlich Abendessen. Horst lud als Dankeschön die Kampfrichter zum Spannferkelessen ein. Bis spät Abends wurden noch alte Geschichten und Anekdoten von James erzählt. Dr. Roland Pfister, der auf Einladung von Horst als Mattenarzt fungierte und nebenbei fast alle Trainingseinheiten mitmachte, wurde peinlichst genau interviewt, wie viel Meter Verband in ein blutendes Nasenloch gestopft werden kann. Ja, Tolga wollte das sehr genau wissen!

Sonntag, vor dem Frühstück, 7 Uhr 1,5 Stunden Training, Hotelzimmer aufräumen und Rucksack packen. Es stand eine Wanderung zum Further Hausberg an. Nach etwas verworrenem „ Querwaldein Aufstieg“ genossen wir die Aussicht auf Furth hinunter. Beim Aufstieg war es sehr ruhig, jeder hatte mit sich selbst zu kämpfen. Umso mehr fand ein reger Gedankenaustausch bergab statt, so rege, dass diverse Abzweigungen einfach versäumt wurden. Nach kurzer Besichtigung des Drachensees kamen alle nassgeschwitzt und müde an. Zum Ausklang dieses Ausbildungsevents traf man sich wieder im Dojo von Horst. Hier fand die Abschlussbesprechung statt. Jeder konnte noch seine Meinung über diesen Lehrgang Kund tun, Fragen stellen und Anregungen geben. Tolga meinte, er hätte lange überlegt ob er sich das überhaupt alles antun soll, die lange Fahrt (Memmingen), 4 Tage Lehrgang, KR – Neuling, zudem die Hochzeit seines Vetters absagen? Vor allem der Zweifel, was bringt es? Er bereute es nicht! Voller Begeisterung erzählte er, wie herzlich er in der Gruppe aufgenommen wurde, seinen Wissensstand erweitern konnte und die Möglichkeit hatte jeden Kollegen persönlich näher kennen zu lernen.


Resümee von Allen, tolle Mischung von Weiter- und Teambildung, Aktionen und dem Spirit des „Wir“ Gefühls. Übereinstimmiges Ja für 2012, wir kommen wieder! Vielen Dank James!

Bericht: Horst Donhauser und Eva Hörmann
Bilder: Franz und Horst

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